methodenplanung.de Fachglossar zur Methodenplanung in der Blechumformung

Beulsteifigkeit

Beulsteifigkeit bezeichnet den Widerstand einer dünnwandigen, schwach gekrümmten Blechfläche gegen elastisches Einschnappen oder Nachgeben unter örtlicher Druckbelastung – etwa beim Handauflegen auf ein Karosserieaußenteil.

Wovon sie abhängt

Große Außenhautteile wie Dächer, Hauben oder Türaußenbleche besitzen aus Gestaltungsgründen oft nur eine geringe Wölbung und werden aus dünnem Blech gefertigt. Ihre Steifigkeit gegen Durchdrücken entsteht aus dem Zusammenspiel von Bauteilkrümmung, Blechdicke sowie der plastischen Dehnung und Kaltverfestigung, die das Material während der Umformung erfahren hat.

Steuerung über die Ziehanlage

Bleibt eine flache Partie im Ziehwerkzeug nahezu unverformt, erreicht sie weder die nötige Verfestigung noch eine gleichmäßige Formprägung und wirkt am fertigen Teil weich. Solche Sichtflächen werden deshalb gezielt über Streckziehen unter allseitigen Zug gesetzt: Über die Rückhaltung im Niederhalter und über Ziehsicken wird der Materialnachfluss so weit gebremst, dass auch die Bauteilmitte plastisch durchgedehnt wird.

Verwandt: Einfallstellen · Ziehsicken

Weiterführende Literatur